An Spitzentagen sind über 180.000 Passagiere auf dem Frankfurter Flughafen.
Am Check-in beginnt der lange Weg des Koffers zum Flugzeug
Gepäckanhänger mit Barcode
Die Gepäckförderanlage in Frankfurt (Dtl.) ist derzeit die größte der Welt.
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Ein Koffer auf Reisen

Vom Check-in bis zur Gepäckausgabe


Der Flughafen Frankfurt ist der größte Flughafen in Deutschland und gehört damit zu den Hauptdrehkreuzen des internationalen Luftverkehrs. Jedes Jahr starten und landen dort über 52 Millionen Passagiere. Über die Hälfte der Passagiere sind Umsteiger, die von einem Flug auf einen anderen wechseln.

Da muss natürlich auch die Gepäckabfertigung mithalten: Beim Abflug müssen die Koffer sowohl vom Check-in pünktlich zum Flugzeug gebracht als auch von einem in das andere Flugzeug umgeladen werden. Zusätzlich muss auch noch Gepäck von ankommenden Passagieren vom Flugzeug zur Gepäckausgabe transportiert werden. An Spitzentagen sind das über 200.000 Koffer, Reisetaschen oder Rucksäcke!

Der lange Weg vom Check-in ins Flugzeug

Kaum ein Passagier weiß, welchen Weg sein Koffer bereits zurückgelegt hat, bevor er seine Reise im Laderaum des Flugzeugs antritt. Nachdem das Gepäckstück beim Check-in einen Gepäckanhänger mit einem Barcode bekommen hat, verschwindet es auf einem Rollband und tritt damit seinen langen Weg zum Flugzeug an. Es durchläuft in einer riesigen Gepäckförderanlage verschiedene Stationen und wird dabei genau kontrolliert.

Die Gepäckförderanlage – eine Achterbahn aus Förderbändern

Nach der Aufgabe am Check-in wird der Koffer zunächst über Sammelbänder zur Sicherheitskontrolle transportiert. Dort wird das Gepäck mit "Röntgenaugen" durchleuchtet, ob sich unerlaubte Gegenstände im Gepäck befinden. Erst danach beginnt jedes Gepäckstück seinen eigentlichen Weg auf der insgesamt über 70 km langen Frankfurter Gepäckförderanlage. Durch sie kann eine Umsteigezeit von einem Flug zum nächsten innerhalb von 45 Minuten garantiert werden. Die Förderanlage besteht aus 6.000 Gurtbahnen, 6.700 Rollbändern, 2.420 Kurven und 650 "Decodern". Die Decoder sind die Lesestellen, die den Koffer aufgrund des Barcodes auf dem Gepäckanhänger identifizieren und so auf die richtige Bahn lenken. Die Frankfurter Gepäckförderanlage ist damit derzeit die größte der Welt.

Sie ist täglich 23 Stunden in Betrieb und steht lediglich nachts eine Stunde still, wenn auch der Flugverkehr eingestellt ist. Ab 3:00 Uhr morgens nimmt sie ihren täglichen Dienst wieder auf. Die Gepäckförderanlage ist damit ein wichtiges Rädchen im Getriebe des Flugverkehrs am Frankfurter Flughafen.

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