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| Scannertor; Quelle: Siemens |
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| Sicherheitskontrolle eines Gepäckstücks |
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Das elektronische Gehirn denkt mit
Eine wichtige Station für jedes Gepäckstück ist das Scannertor, das am Anfang des Transports in der Gepäckförderanlage jeden Koffer identifiziert, damit der weitere Weg genau verfolgt werden kann. Basis dafür ist der Gepäckanhänger, den am Check-in jeder Koffer bekommt. Er enthält einen 11-stelligen Barcode, an dem der Scanner und alle folgenden Lesestationen der Förderanlage die notwendigen Informationen wie z.B. die Fluggesellschaft, die Flugnummer, das Flugziel des Passagiers und die individuelle Nummer des Gepäckstücks ablesen können. Der Passagier erkennt auf dem Anhänger die Abkürzungen der Zielflughäfen, z.B. FRA für den Flughafen Frankfurt und LAX für den Flughafen Los Angeles in den USA. Für die sogenannten "Leitrechner" der Förderanlage aber sind die im Barcode enthaltenen Daten für jeden weiteren Schritt des Koffers auf den Rollbändern notwendig.
Die Leitrechner befinden sich im Baggage Control Center ("Gepäckkontrollzentrum"), dem elektronischen Gehirn der Förderanlage. Hier laufen alle Informationen zusammen und müssen koordiniert werden: Hat der Passagier sein Gepäck bereits aufgegeben? Hat der Passagier vielleicht seinen Flug umgebucht, so dass entsprechend auch das Gepäck zu einem anderen Flug gebracht werden muss? Kommt ein Flug verspätet in Frankfurt an und wird deshalb die Umladung des Gepäcks auf den nächsten Flug zeitkritisch? All diese Informationen werden von den Leitrechnern erfasst und dann automatisch an die einzelnen Lesestellen, die jeder Koffer durchläuft, weitergegeben. Im Gepäckkontrollzentrum arbeiten ständig fünf bis zehn Mitarbeiter, damit der Gepäcktransport reibungslos funktioniert. Denn nur dann kann auch der Flugverkehr reibungslos verlaufen.
Scannen, sortieren, sammeln
Nach dem Scannen des Koffers am Scannertor wird er automatisch in eine Wanne verladen. In dieser legt er dann den langen Weg zum Flugzeug, der teilweise auch durch unterirdisch angelegte Tunnel führt, zurück. Unterwegs passiert der Behälter viele Weichen, an denen Lesestellen sind, die den Barcode entziffern und den Koffer so zum richtigen Flug transportieren. Am Ende des Transports werden alle Gepäckstücke eines Fluges gesammelt. Sie werden mittels sogenannter Kippschalensorter automatisch vom Förderband "gekippt". Für die meisten Flüge werden sie dann in Container verladen und zum Flugzeug gebracht. Die Container werden nun im Laderaum im unteren Teil des Flugzeugrumpfes verladen. Bei Flugzeugen, deren Rumpf zu klein für Container ist, werden die Gepäckstücke einzeln verladen. Dafür kommen oft auf dem Flughafenvorfeld zusätzlich noch mobile Rollbänder, also Förderbänderwagen, zum Einsatz. Selbst nach der Verladung kann jedes Gepäckstück von den Leitrechnern noch lokalisiert werden, so dass es wieder ausgeladen werden kann, wenn ein Passagier den Flug verpasst.
Je nach Länge des Aufenthalts des Flugzeugs auf dem Flughafen werden noch die letzten Gepäckstücke der ankommenden Passagiere ausgeladen, während das Gepäck der abfliegenden Gäste schon zur Verladung bereit steht.
Übergroße Gepäckstücke, das sogenannte Sperrgepäck, wie z.B. Surfbretter oder Fahrräder, erfordern natürlich einen anderen Transport. Diese Gepäckstücke werden nicht automatisch, sondern vom Flughafenpersonal sortiert und weiter zum Flugzeug transportiert. Dann kann es losgehen.
Natürlich muss auch noch das Ankunftsgepäck transportiert werden – und das ist nicht weniger als das Abfluggepäck. Das Gepäck der ankommenden Passagiere wird jedoch nicht wie das Abfluggepäck über die Gepäckförderanlage transportiert, sondern wird nach Entladung aus dem Flugzeug auf einzelnen Bandanlagen zu den Rollbändern der Gepäckausgabe gebracht.
Damit endet die Reise des Koffers.
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