Was ist eigentlich die Milchstraße?

Eure Kinderfrage des Monats April (2016)
Sophie, 8 Jahre

Hast du schon einmal von der „Milchstraße“ gehört und dich gefragt, was das wohl sein mag? Wir erklären dir, was es damit auf sich hat.

Wenn nachts der Himmel klar ist und du die Sterne gut erkennen kannst, dann kannst du manchmal auch die Milchstraße finden: Sie sieht aus wie ein langes, milchiges Band, das sich über den Himmel zieht. Weil sie so trüb und „milchig“ aussieht, gab man ihr den Namen Milchstraße.

Aber was genau ist die Milchstraße? Es handelt sich um eine Ansammlung von hundert Milliarden Sternen. Da sie sehr, sehr weit von uns entfernt sind, sehen wir nur ein schwaches Licht von ihnen, das für uns dann das milchige Band – die Milchstraße – ergibt. Die Sonne und unsere Erde gehören auch zur Milchstraße. Sie ist unsere „Galaxie“. Galaxien sind Ansammlungen von Sternen, Planeten, Gas und Staub. Im Weltall gibt es außer der Milchstraße noch viele weitere Galaxien, zum Beispiel die Andromeda-Galaxie, eine unserer „Nachbar“-Galaxien.
Die Milchstraße wird übrigens auch Galaxis genannt. „Galaxis“ ist griechisch und heißt so viel wie „Milch“.

Die Milchstraße hat einen Durchmesser von circa 100.000 Lichtjahren und ist etwa 3.000 bis 16.000 Lichtjahre dick. Weißt du, was ein Lichtjahr ist? Im Weltall sind die Entfernungen fast unvorstellbar groß. Die Strecke von der Erde zur Sonne ist da noch ein Klacks! Deshalb gibt man die Entfernungen im Weltall nicht in Kilometern, sondern in Lichtjahren an. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt. Wenn die Milchstraße einen Durchmesser von 100.000 Lichtjahren hat, bedeutet das, dass das Licht etwa 100.000 Jahre braucht, um die Milchstraße einmal zu durchqueren. Eine unglaublich lange Zeit!


Die unzähligen Sterne, die die Milchstraße bilden, erkennt man mit bloßem Auge kaum. Wenn du aber durch ein Teleskop schaust, wirst du einzelne Sterne sehen können. Am besten klappt das, wenn der Himmel klar ist und um dich herum möglichst wenig Licht ist.