Warum dürfen Kinder nicht am Notausgang sitzen?

Eure Kinderfrage des Monats Februar (2017)
Loris, 12 Jahre, aus Straubing

Hast du auch schon einmal eine längere Flugreise gemacht? Dann weißt du, wie schön es sein kann, die Beine mal gaaanz lang auszustrecken.

Die Plätze an den Notausgängen sind bei vielen Passagieren besonders beliebt, denn hier ist der Abstand zur Vorderreihe und damit die Beinfreiheit meistens am größten!
Entsprechend schnell sind diese Plätze vergeben … aber du hast recht, Loris, nicht jeder darf dort sitzen.
Um es ganz einfach zu sagen: Der Passagier am Notausgang muss in der Lage sein, die Bordcrew im unwahrscheinlichen Fall eines Notfalls zu unterstützen.

Bei Lufthansa gelten beispielsweise folgende Bestimmungen:

• Der Fluggast muss mindestens 16 Jahre alt sein.
• Er muss die Anweisungen des Bordpersonals verstehen und Englisch oder – wie im Fall der Lufthansa – Deutsch sprechen.
• Er darf nicht mit einem Haustier im Handgepäck reisen.

• Er darf körperlich nicht eingeschränkt* sein oder mit jemandem reisen, der seine Hilfe braucht, zum Beispiel kleine Kinder.
(* z. B. Schwangere, verletzte oder gebrechliche sowie körperlich oder geistig behinderte Menschen)

Dass der Passagier die Bedingungen alle erfüllt, muss er bei einer Onlinebuchung sogar bestätigen. Natürlich könnte er da einfach schwindeln … doch die Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen an Bord achten darauf und sind berechtigt, ihm einen anderen Platz im Flugzeug zuzuweisen.


Denn wer am Notausgang sitzt, hat im Notfall eine verantwortungsvolle Aufgabe. Die Passagiere, die an Türen und Notfenstern sitzen, die nicht mit einem Flugbegleiter besetzt sind, werden sogar persönlich von einem Flugbegleiter in die Handhabung der Nottüren und die Notfallabläufe eingewiesen und ausdrücklich gefragt, ob sie diese Aufgabe wirklich übernehmen wollen und können.