Woraus bestehen Wolken?

Eure Kinderfrage des Monats Juli (2016)
Emilie, 8 Jahre


Mit einem Flugzeug zu fliegen ist ein tolles Gefühl: hoch oben und manchmal mitten in einem Meer aus Wolken schweben. Doch wie entstehen eigentlich Wolken? Und warum sehen sie oft ganz unterschiedlich aus? Wir erklären es dir.

Auf unserer Erde gibt es viel Wasser: Im Meer, in Seen und Flüssen, aber auch im Boden ist Wasser gespeichert.

Die Sonne spendet der Erde Wärme. Durch die Wärme der Sonnenstrahlen erhitzt sich das Wasser. Wenn Wasser warm wird, steigen Wasserteilchen in Form von Wasserdampf nach oben: Das Wasser verdunstet. Vielleicht hast du selber schon einmal beobachtet, dass heiße Getränke dampfen oder dass sich bei einer warmen Dusche Dampfwolken bilden. Das ist Wasserdampf.

Warme Luft nimmt diesen Wasserdampf auf und steigt mit ihm nach oben. Doch je höher die Luft steigt, desto kälter wird sie. In der kalten Luft verwandelt sich der Wasserdampf zurück in Wassertropfen. Das nennt man kondensieren. Das passiert übrigens auch mit dem Wasserdampf auf dem Badezimmerspiegel: Kühlt er ab, wird er wieder flüssig, und der Spiegel ist feucht. Wenn die Luft besonders kalt ist, entstehen sogar kleine Eiskristalle.


Oben in der kühlen Luft schließen sich die einzelnen Wassertropfen und Eiskristalle zusammen und werden zu einem immer größeren Tropfen – eine Wolke entsteht. Was für uns weiß und flauschig aussieht, ist in Wirklichkeit also eine Ansammlung von Milliarden von Wassertropfen. Die Einstrahlung der Sonne lässt die Wolke für uns weiß aussehen.

Hast du gewusst, dass es unterschiedliche Arten von Wolken gibt? Je nachdem, wie hoch über dem Boden sie entstehen, unterscheidet man hohe Wolken (5 bis 13 Kilometer über dem Boden), mittelhohe Wolken (2 bis 7 Kilometer über dem Boden), tiefe Wolken (bis zu 2 Kilometer über dem Boden) und Wolken, die in jeder Höhe vorkommen. Das sind die vier Wolkenfamilien. Je nach Form, Größe und Gestalt können die Wolkenfamilien in verschiedene Wolkengattungen unterteilt werden. So gibt es zum Beispiel Kumuluswolken – die groß und weiß sind, wie eine Anhäufung von Blumenkohlröschen aussehen und in denen man super „Wolkentiere“ erkennen kann – oder Stratuswolken. So nennt man eine graue, durchgehende Wolkenschicht, die den ganzen Himmel verhängt und in der Regel schlechtes Wetter ankündigt. Welche Wolkenarten entdeckst du wohl bei deinem nächsten Flug?