Mit Lu und Cosmo um die Welt

Peking, die Chinesische Mauer und der Weltraum

Lu und Cosmo haben Lust auf ein neues Abenteuer – also ab ins Flugzeug und los geht die Reise! Mit Lufthansa fliegen sie nach Peking, das ist die Hauptstadt von China. Auf dem langen Flug liest Lu Cosmo viel über das Land vor und beide beschließen, sich die berühmte Chinesische Mauer anzuschauen.

Cosmo meint ganz aufgeregt: „Lu, ich habe gehört, die Chinesische Mauer kann man sogar vom Mond aus sehen!“ Lu lacht. „Vom Mond aus kann man die ,Große Mauer‘ nicht mehr sehen. Dafür ist sie zu weit von der Erde entfernt. Aber aus einer Raumsonde im Weltall können Astronauten bei guter Sicht die Mauer tatsächlich erkennen.“ Cosmo macht große Augen. „Kann man mich auch aus dem Weltall sehen, wenn ich auf die Mauer klettere?“ „Wir sollten das auf jeden Fall ausprobieren“, lacht Lu.

Als die beiden in Peking ankommen, ist Cosmo ganz erstaunt: „Lu, hier sieht alles so anders aus! Was sind das denn für Strichzeichnungen auf Wänden und auf Schildern?“ Lu erklärt es ihm: „Das sind Schriftzeichen. Die chinesische Sprache ist schon sehr, sehr alt. Früher hat man statt Buchstaben zu benutzen kleine Bilder gemalt. Mit der Zeit wurden sie immer mehr vereinfacht, damit man schneller schreiben konnte. Daraus sind die heutigen Schriftzeichen entstanden – früher waren sie also einmal kleine Bilder.“
Cosmo findet das sehr spannend. „Wenn ich also in China zur Schule gehen würde, würde ich lernen, diese Zeichen zu malen?“ „Genau, Cosmo. Das ist gar nicht so leicht! Die meisten Alphabete haben zwischen 20 und 30 Buchstaben. Chinesische Schriftzeichen gibt es hingegen viele tausend! Aber keine Sorge: Das ist alles nur eine Frage der Übung“, lacht Lu, als er Cosmos erschrockenes Gesicht sieht.

Die beiden gehen erst einmal in ein Restaurant, um sich für ihre Erkundungen zu stärken. „Nǐhǎo“, begrüßt die Bedienung sie. „Was heißt das denn?“, möchte Cosmo wissen. „Nǐhǎo heißt Hallo auf Chinesisch“, sagt Lu. Sie bestellen die chinesische Spezialität Dim Sum, kleine Teigtaschen gefüllt mit verschiedenen Leckereien, und Nudelsuppe mit den sogenannten „Mie-Nudeln“. „Hmm, das war lecker“, findet Lu, als sie das Restaurant verlassen und mit dem Taxi zur Chinesischen Mauer fahren.

„Warum heißt die Chinesische Mauer eigentlich auch Große Mauer, Lu?“ fragt Cosmo neugierig. „Na, weil sie so unheimlich lang ist“, antwortet Lu. „Insgesamt ist sie viele tausend Kilometer lang und mehrere Meter hoch. Damit ist sie das größte Bauwerk der ganzen Welt und zählt zu den neuen sieben Weltwundern!“

Erstaunt erwidert Cosmo: „Warum haben die Chinesen überhaupt eine so lange Mauer gebaut?“ „Sie wurde damals gebaut, um China vor Angriffen zu schützen. Heute sind aber nur noch Teilstücke der Mauer übrig geblieben“, weiß Lu.

Als das Taxi vor einem großen Mauerteil hält, können die beiden Kraniche nur staunen. „Wow! Die ist ja wirklich großartig.“ Lu und Cosmo klettern auf die Mauer. Cosmo schaut zum Himmel und beginnt wild zu winken. „Falls da oben Astronauten sind: Viele Grüße aus Peking!“, ruft er. Dann erkunden sie gemeinsam die gewaltige Steinmauer.

Abends kommen die beiden müde, aber glücklich in ihrem Hotel an. Cosmo fällt sofort ins Bett. „Das war ein toller Ausflug“, murmelt er. „Meinst du, die Astronauten im Weltraum haben mein Winken gesehen?“ „Ganz bestimmt“, schmunzelt Lu. „Wǎn'ān. Gute Nacht, kleiner Freund.“