USA

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Marcel P., 16 Jahre
Art der Reise: Schüleraustausch 11. Klasse
Reiseziel: Preston, Idaho (USA)
Einwohner: ca. 5.000
Dauer: 3 Wochen

Marcel, was ist dir denn von deinem Austausch besonders im Gedächtnis geblieben?
Marcel: Das Interessanteste war, dass die ganze Region dort fest in der Hand von Mormonen ist, die sehr daran interessiert waren, uns in ihre Religion einzuführen. Das war schon sehr einprägsam. Jeden Sonntag sind wir in die Kirche gegangen. Die hat aber nicht wie bei uns eine Stunde gedauert, sondern drei Stunden. Außerdem gab es noch einen extra Gottesdienst für uns Jugendliche. Wir haben auch einen Trip zu einem Tempel gemacht. Vor so einem riesigen Gebäude zu stehen, und alle anderen ehrfurchtsvoll um einen herum, das war schon sehr eindrucksvoll. Die wollten uns das einfach zeigen, da war aber kein Druck dahinter, die waren sehr tolerant.

Und was habt ihr tagsüber gemacht?
Marcel: Tagsüber waren wir ganz normal mit in der Highschool. Es war total interessant zu sehen, wie das Schulsystem da aufgebaut ist. Teilweise gibt es sehr große Unterschiede zu unserem Lernstoff.

Was hat dir am meisten Spaß gemacht während deiner Reise?
Marcel: Oh, das kann ich gar nicht genau sagen. Angefangen von New York, wo wir einen Zwischenstopp gemacht haben und durch die Häuserschluchten gelaufen sind, dem Yellowstone-Nationalpark über die Kultur der Mormonen bis hin zu nächtlichen Football-Spielen. Ein wirkliches Highlight war es dann noch, das erste Mal mit der ganzen Gruppe eine riesige Paintball-Schlacht zu spielen.

Und wie war das Essen? So ungesund, wie man es erwartet?
Marcel: Es war lustigerweise genau so, wie man das aus diesen High-School-Filmen kennt: wir sind in so ‘nem alten VW mit fünf Leuten immer zu einem Fastfood-Restaurant direkt neben der Schule gefahren. An der Schule haben alle entweder Football oder Baseball gespielt. Ich musste dann als der Kleinste und Schmächtigste immer in der Mitte sitzen, während links und rechts neben mir zwei Jungs mit sehr breiten Schultern viel Platz eingenommen haben.

Hast du auch etwas Außergewöhnliches erlebt oder gesehen?
Marcel: Einmal waren wir auf der Jagd. Wir selber durften natürlich nicht schießen, aber mein Austauschpartner durfte zum Beispiel. Wir haben uns dann im Schilf versteckt und haben uns auf die Pirsch gelegt, um Enten zu schießen. Leider (oder Gott sei Dank) haben wir keine erlegt. Unsere Austauschpartner durften da auch schon lange und ganz selbstverständlich Auto fahren.

Und hat dir der Austausch sprachlich weitergeholfen?
Marcel: Da muss man ehrlicherweise sagen, natürlich hat es was gebracht, aber für das Schulenglisch nicht so viel. Wir hatten vor Ort immer viel Kontakt zu anderen Deutschen und mussten nie komplett Englisch sprechen. Dafür war aber der Austausch für das Gruppengefühl eine sehr positive Erfahrung. Weiterempfehlen würde ich es also definitiv!