Hongkong

Hongkong

Modernes Lichtermeer, spektakuläre Skyscraper und Snacks, die das Herz berühren

Gut zu wissen

Willkommen im „duftenden Hafen“ – so die Bedeutung des Namens „Hongkong“. Das an der südchinesischen Küste und der Mündung des Perlflusses liegende Hongkong ist seit dem Ende der britischen Kolonialzeit 1997 eine chinesische Sonderverwaltungszone. Das bedeutet, dass die freie Marktwirtschaft bestehen blieb und es einen hohen Grad an Unabhängigkeit zum Rest der Volksrepublik China gibt – Hongkong gilt als Tor zur westlichen Welt.

Bis unter die Wolken: Manhattan kann einstecken, wenn man einmal die Skyline Hongkongs gesehen hat. Dort sind die unzähligen Wolkenkratzer vor allem Mittel zum Zweck, denn aufgrund seiner bergigen und zugleich inselhaften Lage hat Hongkong nur sehr begrenzten Bauplatz. Trotz sehr hoher Bevölkerungsdichte ist Hongkong dennoch eine der grünsten Metropolen Asiens: Viele Berge sind so steil, dass sie unbebaubar und daher unberührt grün bleiben.



Eine Stadt – unzählige Gesichter. Hongkong besteht aus vier Großbezirken, Hong Kong Island, der Halbinsel Kowloon, den „New Territories“ sowie aus über 200 Inseln. Für einen großartigen ersten Eindruck über den Aufbau und die einzigartige Lage der Sieben-Millionen-Metropole besuche den Aussichtsturm auf dem bekanntesten Berg Hongkongs, dem Victoria Peak. Der Berg ist knapp 552 Meter hoch, der Turm liegt auf etwa 380 Meter Höhe, und du erreichst ihn mit einer Tram. Besonders schön ist es, wenn du zur Sonnenuntergangszeit dorthinfährst.

Kunst und Kultur

Wenn du tiefer in die Geschichte der Stadt eintauchen willst, besuche das Hong Kong Museum of History. Nicht weit davon entfernt befindet sich das Hong Kong Cultural Centre mit Konzerthaus, Galerien und dem Hong Kong Museum of Art. Daneben wiederum kannst du im virtuellen Planetarium des Hong Kong Space Museum den Sternen ganz nahe kommen.

Ein Stück Kultur sind auf jeden Fall auch die sogenannten „Ding Dings“ – das sind zweistöckige Straßenbahnen, die im nördlichen Hongkong ihre Fahrgäste auf sehr gemütliche und nostalgische Art und Weise von A nach B bringen – und das bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts.



Um die Stadt mit all ihren Sinnen zu erfassen, kommst du an Kowloon nicht vorbei. Es ist sozusagen das Herz Hongkongs. Vor allem in der kilometerlangen Nathan Road erlebst du auf kleinstem Raum viele Facetten dieser Stadt – von außergewöhnlichen Shoppingerlebnissen bis hin zu typischen Garküchen. Wenn dort in den Abendstunden die Lichter angeknipst werden, findest du dich wieder in einem beeindruckenden blinkenden Meer aus bunten Leuchtreklamen.

Landestypische Leckereien

Zum Frühstück oder einfach mal zwischendurch das „Herz berühren“ lassen? In Hongkong ist das möglich. „Dim Sum“ heißt nicht nur übersetzt „Herz berühren“, sondern füllt auch den leeren Magen mit kleinen Leckereien.



Es steht für kleine Snacks, die meist frittiert oder gedämpft werden: Teigtaschen, Frühlingsrollen, Reisbällchen, Meeresfrüchte … Die Bandbreite ist riesig!
Wenn du mehr über die kulturellen Besonderheiten beim Essen und generell erfahren möchtest, solltest du unbedingt über die Märkte Hongkongs streifen, wie zum Beispiel den berühmten Wan Chai Street Market. Abends geht es weiter mit den Nachtmärkten, wie dem Ladies’ Market oder dem Temple Street Night Market.

Fitness und Fun

Die britische Kolonialzeit hat in Hongkong ihre Spuren auch im Sport hinterlassen, so kommt es, dass Rugby, Cricket oder Pferderennen zu den populären Sportarten zählen. Absolut traditionell wiederum ist das „Schattenboxen“ – Taijiquan (auch Tai-Chi!) genannt. Diese Kampfkunst stammt aus der chinesischen Kaiserzeit und wurde zum Volkssport – jedoch vor allem in seiner „kampfreien“ Variante, als Form der Gymnastik für Geist und Körper. Bei einem morgendlichen Besuch eines Parks entdeckt man überall Menschen, die Tai-Chi im Freien praktizieren.

Willst du selbst auch etwas Sportliches machen, kannst du das einfach während des Besuchs eines Tempels oder einer Gedenkstätte erledigen, denn dort erwarten dich oft kleine Kraxel-Einheiten.



Die beeindruckende Klosteranlage der 10.000 Buddhas erreichst du zum Beispiel erst, nachdem du 431 Stufen hinaufgestiegen bist.
Weitere zentrale Stätten sind der Wong-Tai-Sin-Tempel und das Chi-Lin-Nonnenkloster. Einen Besuch wert ist außerdem der Tian Tan Buddha – eine auf einem Felsen gelegene, riesige Buddhastaue aus Bronze beim Kloster Po Lin Monastery. Dorthin gelangst du nach einer spektakulären, 20-minütigen Seilbahnfahrt (Achtung bei Höhenangst!) und einem anschließenden Aufstieg von über 260 steilen Stufen.

Wenn du lieber zum Shoppingmarathon aufbrechen willst, bietet sich eines der zahlreichen, wahrhaft gigantischen Shoppingzentren (z. B. das „Pacific Centre“) an.

Kleine Besonderheiten

Entdecke die Stadt und den berühmten Victoria Harbour unbedingt vom Wasser aus und fahre mit einer der Golden Star Ferries, die zwischen Hong Kong Island und dem vorgelagerten Kowloon pendeln. Etwas teurer, aber mit Sicherheit unvergesslich ist eine abendliche Ausfahrt mit einer Dschunke, einem traditionellen chinesischen Segelschiff, das bei Dunkelheit und der „Symphony of Lights“ – einer Musik- und Lichtershow – den Hafen entlangschippert.



Eine grüne Auszeit erwartet dich im Hong Kong Park. Ein riesiges Parkareal, das an den Central Park in New York erinnert, denn um die grüne Oase herum ragen spiegelglänzende Wolkenkratzer in die Höhe. In diesem Park befindet sich außerdem das imposante Flagstaff House, ein altes Kolonialgebäude, in dem Tausende Ausstellungsstücke die Geschichte des Tees in China beschreiben.

Schon mal Rolltreppe gefahren, statt den Bus zu nehmen? Auf Hong Kong Island macht das durchaus Sinn. Unter dem Namen „Central Escalator“ verbinden dort 23 Rolltreppen und Förderbänder auf einer Gesamtlänge von etwa 800 Metern die Stadtteile Central („unten“) und Mid-Level („oben“). Achtung: Morgens bis um 10 Uhr fahren die Rolltreppen ausschließlich bergab, bis 23 Uhr dann nur bergauf. Über die Rolltreppe gelangst du übrigens auch in eines der trendigsten Viertel der Stadt: Soho. Dort erwarten dich stylische Läden und coole Cafés und Restaurants.

Noch etwas Praktisches für deine bessere Reiseplanung: Hongkong gilt als eine sehr sichere, aber im weltweiten Vergleich auch recht teure Stadt. Generell kannst du dich mit den Einheimischen meist sehr gut auf Englisch verständigen. Aufgrund des tropischen Klimas mit langen Regenperioden solltest du beim Planen der Reise einen genauen Blick auf die für dich ideale Reisezeit werfen.