Barcelona

Barcelona

Städtetrip oder Strandurlaub – du kannst dich einfach nicht entscheiden? Dann ist Barcelona genau das Richtige, denn hier bekommst du beides!

Fitness & Fun

Eine aufregende Metropole und sonnige Strände, was will man mehr? Das Mittelmeer direkt vor der Tür, kannst du am Strand faulenzen, spazieren gehen oder joggen. Danach eine Runde schwimmen oder windsurfen und den Tag in einer Strandbar ausklingen lassen – es sei denn, du hast noch Energie übrig! An der von Palmen gesäumten Promenade kann man nämlich super skaten. Barcelonas Skatervereinigung organisiert freitagnachts sogar richtige Touren, bei denen über hundert Skater zusammen durch die Stadt rollen.

Mit etwas Glück kannst du im größten Stadion Europas einen Blick auf die Spieler des FC Barcelona werfen. Und selbst wenn das nicht klappt: Ein interaktives FC Barcelona Museum und eine Stadiontour durch die Kabinen und auf das Spielfeld des Camp Nou sind auch ohne Spieltag sehenswert!

Wenn du lieber selber ein wenig sporteln willst, bieten sich die Berge des Serra de Collserola hinter der Stadt zum Mountainbiken oder Wandern an. Oder du steigst einfach auf den „Hausberg“ Barcelonas, den Montjuïc. Hier findest du unter anderem den Botanischen Garten, das Olympiagelände mit dem Olympiastadion Estadi Olímpic Lluís Companys und den ehemaligen Hauptfriedhof der Stadt, den Cementiri de Montjuïc. Kunstinteressierte finden dort auch das Museu Nacional d’Art de Catalunya – das katalanische Kunst-Nationalmuseum.

Gut zu wissen

Barcelona ist die Hauptstadt Kataloniens, einer von 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens. Diese Gemeinschaften zeichnen sich dadurch aus, dass sie z. B. in der Gesetzgebung eigene Entscheidungen treffen dürfen. Die Katalanen sehen sich dabei mehr als eigene Nation mit eigener Geschichte denn als Teil Spaniens. Katalonien hat übrigens als erste Region den für Spanien so typischen Stierkampf verboten und hofft nun, dass die anderen Gemeinschaften nachziehen werden.

Hauptsaison ist in Barcelona natürlich im Sommer. Wenn restlos überfüllte Strände nichts für dich sind, reise lieber zum Ende des Frühlings an, auch wenn es zum Baden dann noch zu kalt ist. Die Schätze der Baukunst aus mehr als 2.000 Jahren, die sich durch Barcelona ziehen, kannst du schließlich trotzdem besichtigen.

Für all deine Unternehmungen gilt: Segways, die Elektroroller für eine Person, liegen als Fortbewegungsmittel in der Stadt voll im Trend. Wenn du darauf verzichtest und lieber zu Fuß gehst, vergiss nicht, feste Schuhe für die Kopfsteinpflastergassen einzupacken! Passe auch gut auf deine Wertsachen auf, da Barcelona bekannt für seine Taschendiebe ist.

Kunst & Kultur

Unterhalb des Montjuïc, den man auch gemütlich per Seilbahn erreichen kann, liegt der „magische“ Springbrunnen Font Màgica. Zur Eröffnung der Weltausstellung erbaut, strömen hier seit 1929 in den Abendstunden rund 2.000 Liter Wasser, begleitet von Musik und farbigem Licht, aus 3.000 Düsen und erzeugen ein außergewöhnliches Schauspiel.

Alte Stadtmauern und unterirdische Gänge sind in Barcelona ebenso erhalten wie beeindruckende Kirchen aus dem Mittelalter, beispielsweise die Església de Santa Maria del Mar oder die Kathedrale La Seu im Gotischen Viertel. Ein Vertreter moderner Architektur und großer Künstler war Antoni Gaudí, der für seine Schöpfungen geschwungene Linien, natürliche Formen und komplexe Verzierungen verwendete. Sein wohl bekanntestes Werk und Wahrzeichen der Stadt ist die Kirche La Sagrada Família.

Selbst über 80 Jahre nach seinem Tod wurde sie noch nicht fertiggestellt, zieht aber nichtsdestotrotz riesige Besuchermassen an. Kein Wunder: Wer die einer Sandburg ähnelnden Türme mit ihren verzierten Spitzen, die zahllosen Säulen in ihrem Inneren, die in den Himmel zu ragen scheinen, und die märchenhaften Buntglasfenster betrachtet, fühlt sich in eine andere Welt versetzt.

Kleine Besonderheiten

Wie eine Märchenwelt wird dir auch der ebenfalls von Gaudí geschaffene Park Güell erscheinen. Beim Bau hat er sich der hügeligen Landschaft angepasst, viele verzweigte Pfade durch den Park geschaffen, Dächer wie aus Zuckerguss gebaut und viele Mosaikarbeiten – seine Spezialität – eingebracht. So setzt sich eine bunte Drachenfontäne aus Bruchkeramik zusammen und auch der riesige, auf Säulen ruhende Terrassenbereich, der sich wellenförmig um den Platz legt, ist umrandet von den farbenprächtigen Mosaiken.

Noch moderner ist das futuristische Hochhaus Torre Agbar, das eine Wasserfontäne darstellen soll. Dazu wurden 40 verschiedene Lackfarben verwendet, über denen eine Haut aus lauter kleinen Glaslamellen liegt. Durch Verstellen dieser Lamellen und verschiedenen Lichteinfall je nach Tageszeit entstehen immer wieder andere Farbreflexe, wie in einem Wasserstrahl. Im Dunkeln wird das Gebäude beleuchtet und strahlt im Wechsel in Feuerrot, Lila und Blau.

Da seine Aussichtsplattform leider nicht für Besucher freigegeben ist, musst du dich anderweitig umschauen. Im Stadtteil El Carmel gibt es einen kleinen Geheimtipp: eine alte Bunkeranlage, mittlerweile geschmückt mit diversen Graffiti, von der aus du einen grandiosen Blick über die Stadt hast.

Landestypische Leckereien

Die katalanische Küche gilt in Europa als eine der besten und wird von den Einwohnern mit zwei Mahlzeiten zelebriert: Das Frühstück besteht meist nur aus Kaffee und einem Croissant, bevor ab 14 Uhr zu Mittag und erst ab 21 Uhr zu Abend gegessen wird. Frische Meeresfrüchte, abwechslungsreiche Tapas und ungewöhnliche Kombinationen von Fisch und Fleisch gehören ebenso zu der vielfältigen Küche wie mit Knoblauch und Tomate eingeriebenes und mit Olivenöl beträufeltes Brot – das inoffizielle Nationalgericht der Katalanen.

Auch die vegetarische Gemeinde wächst seit einiger Zeit stetig und findet zum Beispiel in der leicht skurrilen, aber äußerst liebenswerten Cat Bar mit ihren Veggie-Burger-Kreationen Zuflucht. Im Juicy Jones kannst du dich ebenfalls fleischfrei durch Sandwiches, Salate, Tapas und die namensgebenden frischen Säfte probieren.

Shopping-Time

Wenn dir danach der Sinn nach einer Runde Shopping steht, hast du in Barcelona die Wahl: Carrer de Sants, die längste Einkaufsstraße Europas, samt Designerläden oder ein Bummel durch die individuellere Riera Baixa, wo du nach Herzenslust in hübschen Second-Hand-Läden schnüffeln kannst, um dich danach in einem der bezaubernden alten Cafés über die erstandenen Schätze zu freuen.

Auf dem größten und ältesten Flohmarkt der Stadt, dem Mercat Del Encants, kannst du die Stände von über 500 Händlern durchwühlen oder du probierst ein paar einheimische Köstlichkeiten auf dem Mercat de la Boqueria, auf dem nicht nur Hausfrauen, sondern auch Spitzenköche ihre Besorgungen machen.

Wenn du zum Abschluss deiner Reise über La Rambla spazierst, dabei die Straßenkünstler oder die Menschen in den Cafés am Rand dieses Boulevards, der runter zum Meer führt, beobachtest, dann halte unbedingt am Trinkbrunnen Font de Canaletes an. Man sagt nämlich, dass jeder, der aus ihm trinkt, nach Barcelona zurückkehren wird. Und das willst du nach deiner aufregenden Reise garantiert!