Peking

Peking

Prunkvolle Kaiserpaläste, moderne Wolkenkratzer und Hofhäuser aus einer längst vergangenen Zeit, gepaart mit unlesbaren chinesischen Schriftzeichen und exotischen Speisen – fertig ist das Abenteuer!

Landestypische Leckereien

Dank verschiedener asiatischer und internationaler Küchen, die in Peking zusammentreffen, ist die Vielfalt im Bereich Essen bemerkenswert. Zu den Klassikern zählen die Pekingente, die gefüllten Teigtaschen Jiaozi und der mongolische Feuertopf: ein Topf mit heißer Brühe, in dem wie bei einem Fondue Fleisch und Gemüse direkt am Tisch gegart werden. Übrigens: In China ist es üblich, in großen Gruppen essen zu gehen, wobei jeder von allen bestellten Gerichten etwas isst.

Kunst & Kultur

Wenn du die Alltagskultur der Chinesen näher kennenlernen willst, begib dich auf einen Spaziergang durch die Hutongs von Houhai und Nanluoguxiang. Diese traditionellen Gassen mit ihren einstöckigen Wohnhöfen versetzen dich zurück in eine längst vergangene Zeit, als diese einfachen Häuser noch die vorherrschende Wohnform waren. Tipp: Wenn du früh genug aufstehst, kannst du in vielen Parks die Einwohner bei den verschiedensten Morgenbeschäftigungen wie Schwertkampf, Qigong oder Tanzen beobachten.

Im Bereich der Architektur zeigt die monumentale Chinesische Mauer beeindruckend, zu welch gewaltigen Bauwerken die Menschheit fähig ist. Im Laufe vieler Jahrtausende nach und nach errichtet, sollte sie das Reich vor feindlichen Völkern schützen. Einige Teile der Mauer, z. B. in Badaling, sind auch heutzutage noch so gut erhalten, dass du sie besichtigen kannst. Mach dich aber auf einen großen Touristenansturm gefasst!



Der Name Peking oder auch Beijing bedeutet übrigens „nördliche Hauptstadt“. Die Hauptstadt der Volksrepublik China beherbergte über viele Jahrhunderte die Kaiser des Reichs, die in der Verbotenen Stadt mit ihren Bediensteten lebten. „Verboten“ war diese Stadt in der Stadt den einfachen Bürgern, die sie 500 Jahre lang nicht betreten durften.

800 Gebäude mit 9.999 Zimmern bildeten die riesige Anlage, darunter Paläste mit gelben Dächern und roten Säulen und prächtige Gärten sowie der eigentliche Kaiserpalast. Heute befindet sich dort unter anderem das Palastmuseum. Auch der wunderschöne Beihai-Park als kaiserlicher Garten war Teil der Verbotenen Stadt.

Jetzt, da ihn jeder der fast 21 Millionen Einwohner zumindest theoretisch nutzen kann, wird er von vielen als ruhige grüne Oase inmitten des Großstadttrubels geschätzt. Angeschlossen an die Verbotene Stadt erstreckt sich der Tiananmen-Platz, der größte öffentliche Platz der Welt.

Das auch „Platz des Himmlischen Friedens“ genannte Areal diente zur Kaiserzeit als Versammlungsstätte und später als Kundgebungsort, auf dem bis zu eine Million Menschen Platz hatten. Wenn du heute dort vorbeikommst, kannst du einem traditionellen chinesischen Zeitvertreib nachgehen: Lass doch mal einen Drachen steigen! An den Seiten des Platzes bieten sich mit den Museen der

chinesischen Geschichte und Revolution, dem Denkmal für die Helden der Nation und dem Mao-Mausoleum noch einige weitere Sehenswürdigkeiten zum Besichtigen an.
Wenn dir die Tempelanlagen Pekings gefallen, kannst du mit dem besonders detailgetreu restaurierten Lamatempel und dem über 700 Jahre alten Konfuziustempel weitere Schmuckstücke der Stadt erkunden. Auch das Nationale Kunstmuseum oder das Hauptstadtmuseum sind sehenswert!

Kleine Besonderheiten

Ein weiterer ehemals den Kaisern vorbehaltener Ort ist der idyllisch am Ufer des Kunming-Sees gelegene Sommerpalast. Am Nordufer zieht sich der lange Wandelgang entlang, der mit Motiven aus Geschichte und Literatur bunt wie ein Bilderbuch bemalt ist. In der Anlage des Himmelstempels brachten die Kaiser früher Opfer dar, um für eine gute Ernte zu beten. Die „Halle des Himmelsgewölbes“ hat eine Besonderheit zu bieten: eine sogenannte Echomauer. Sie ist exakt kreisförmig, so dass Schallwellen an ihr entlanggleiten. Wenn du also an einer Seite der Halle etwas sagst, dann kann es auch die Person auf der anderen Seite hören!

Fitness & Fun

Vogelnest und Wasserwürfel – was verbirgt sich denn dahinter? Im Olympiapark findest du die Antwort: Gemeint sind das Nationalstadion und das Schwimmzentrum, die zu den Olympischen Sommerspielen 2008 errichtet wurden und an denen vorbei du nun durch die sehr parkähnliche Anlage spazieren kannst. International zeigt Peking sich auch im Beijing World Park. Eiffelturm, Schloss Neuschwanstein, die Pyramiden von Gizeh und weitere Wahrzeichen der Weltgeschichte wurden hier im Kleinformat nachgebaut. Einige Achterbahnen runden das Angebot des Parks mit einem Extraschuss Adrenalin ab.

Gut zu wissen

Der Stadtteil Wudaokou ist als Studentenviertel bei jungen Leuten besonders beliebt, denn hier gibt es entsprechend einige erschwingliche und hippe Bars. Apropos erschwinglich: Im Sommer ist auch in Peking Hochsaison und eine Reise daher mit höheren Preisen verbunden. Tipp: Der Herbst ist ideal: Die Preise sinken, der Andrang ist geringer und das Wetter immer noch schön, und das ohne die schwüle Hitze der Sommermonate.

Um dich in der verkehrstechnisch eher chaotischen Stadt fortzubewegen und nicht im Gewirr der chinesischen Schriftzeichen unterzugehen, nimmst du am besten ein Taxi oder die U-Bahn, in der die Stationen auch auf Englisch durchgesagt werden. Alternativ schnapp dir ein Leihfahrrad, umfahre die Staus und halte nach Lust und Laune an einem kleinen Restaurant, einer großen Sehenswürdigkeit oder einer spannenden Gasse voller bunter Geschäfte an.




In Peking wird verhältnismäßig wenig Englisch gesprochen. Wenn du also sichergehen willst, dass du am richtigen Ziel ankommst, schreibe dem Taxifahrer am besten Name und Adresse auf – im Idealfall auch auf Chinesisch.

Shopping-Time

Notfalls mit Zettel und Stift oder Händen und Füßen verständigen kannst du dich mit Sicherheit auf dem Panjiayuan Weekend Market, wo du dich mit Souvenirs wie Buddha-Statuen oder bunten Keramikwaren ausrüsten kannst. Besonders exotische Erfahrungen machst du auf dem Nachtmarkt in Wanfujing, denn neben allerlei leckeren Spießen kannst du hier sogar Skorpion probieren!