England – Hastings

England – Hastings

Siobhan K., 16 Jahre
Art der Reise: Schul-/Sprachreise
Reiseziel: Hastings (England)
Einwohner: ca. 90.000
Dauer: 6 Tage

Siobhan, was genau war das für eine Reise, die du gemacht hast?

Siobhan: Das war quasi eine Sprachreise von der Schule angeboten. Also kein richtiger Austausch, wir haben zwar in Gastfamilien gewohnt, aber wir haben mit denen nichts unternommen und die Engländer sind auch nicht zu uns gekommen. Unsere Schule bietet das für die 7. und 8. Jahrgangsstufe an. Man meldet sich da zu einer AG an, wo man sich vorher für ein Jahr einmal die Woche trifft, und dann kommt halt die Reise selber.

Aha, und was macht ihr dann in dieser AG das ganze Jahr lang?

Siobhan:
Ganz gemischt. Wir haben zum Beispiel Pläne gemacht, was wir gerne unternehmen und besichtigen würden. Dazu haben wir ein bisschen die Sprache geübt, aber nicht hauptsächlich, wir haben ja auch schon Englischunterricht. In der AG haben wir vor allem Formulierungen geübt, wie wir uns in der Gastfamilie verständigen können und so.

Und dann ging’s endlich los?

Siobhan: Genau. Wir sind mit dem Bus nach Hastings gefahren und wurden immer zu zweit oder zu dritt in den Gastfamilien untergebracht. Ich war z. B. mit einer Freundin zusammen. Wir waren dort nicht mit in der Schule, sondern haben tagsüber immer etwas mit der Klasse unternommen. Am Anfang haben wir uns die Stadt selber angeguckt, das ist ja eine Hafenstadt. Wir waren z. B. im Museum und haben uns die Ruinen vom Hastings Castle angesehen. Und wir waren am Wasser. Da gibt’s eine sehr lange Strandpromenade, wo 2010 ein alter Pier abgebrannt ist.

Seid ihr denn auch mal weiter weg gefahren?

Siobhan: Ja, wir waren zwei Tage in London. Am ersten Tag haben wir Sightseeing gemacht, z. B. den Buckingham Palace. Da haben wir uns in 5er Gruppen aufgeteilt und konnten uns verschiedene Sachen anschauen. Am zweiten Tag haben wir uns die Innenstadt angeguckt und waren in Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett. Das war ziemlich lustig, aber echt sehr, sehr voll. Und irgendwie war das komisch aufgebaut, so unübersichtlich, ich hab das Gefühl, dass ich gar nicht alles gesehen habe. Danach durften wir auf der Oxford Street shoppen!

Und was sagst du zum englischen Essen?

Siobhan: Ich mag das total gerne! Auch, dass die immer Vinegar, also Essig, draufmachen, auf die Pommes und so. Viele mochten das aber nicht so gerne, auch die Lunchpakete nicht, die wir von den Familien bekommen haben. Ich habe dann immer das gegessen, was die anderen nicht wollten! Oder wir haben getauscht. Ich habe auch einmal die Gastmutter gefragt, ob sie mal ein richtiges englisches Frühstück macht, mit gebackenen Bohnen, Speck, Eiern, Würstchen und so. Das hat sie dann auch gemacht und ich fand es total lecker!

Was war für dich das Schönste an der Reise?

Siobhan: Die ganze Erfahrung, mal in einer Gastfamilie zu leben. Wir hatten zwar nicht so viel mit denen zu tun, aber wir haben morgens zusammen gefrühstückt und abends zusammengesessen und vom Tag erzählt. Was nicht so gut an der Reise war, war, dass wir mit der Klasse da waren und fast alles zusammen unternommen haben. Dabei hat man untereinander aus Bequemlichkeit trotzdem Deutsch gesprochen. Deshalb waren die Gastfamilien auch für die Sprache so gut: weil die alle kein Deutsch konnten, und wir deshalb Englisch reden MUSSTEN. Das hat dann schon für die Sprache richtig was gebracht.