San Francisco

San Francisco

Die imposante Golden Gate Bridge im Sonnenuntergang oder steile Straßen, die von einem Cable Car bezwungen werden: Hört man den Namen San Francisco, kommt einem mindestens eines dieser Bilder in den Sinn.

Kleine Besonderheiten

Die an der Westküste der Vereinigten Staaten im Bundesstaat Kalifornien gelegene Metropole ist vor allem geprägt von den 43 über die Stadt verteilten Hügeln. Um diese teilweise extrem steilen Erhebungen zu bewältigen, wurden 1873 die Cable Car genannten Kabelzugwagen eingeführt. Deren altmodisch aussehende Waggons gibt es heutzutage nur noch in dieser Stadt, wo sie allerdings gar nicht mehr wegzudenken sind. Mit einer gemütlichen Spitzengeschwindigkeit von 15,3 Stundenkilometern sind sie perfekt für eine gemächliche Fahrt durch die Straßen, während der du die Umgebung auf dich wirken lassen kannst.

Rasanter geht es auf der Lombard Street zu: Der Teil zwischen Hyde Street und Leavenworth Street auf dem Russian Hill hat eine Steigung von ganzen 27 %. Die Straße wird deshalb dort in acht Kurven den Berg heruntergeführt. Wer hier mit dem Auto herunterfährt, sollte sich gut festhalten! Sehenswert ist der Abschnitt noch dazu, denn der rot gepflasterte Fahrweg ist rundherum mit farbenfrohen Blumen bepflanzt, die gerade im Sommer knallbunt leuchten.

Shopping-Time

Willst du einen Moment innehalten, gehe doch zum Union Square, einem der touristischen Zentren von „Frisco“, wie die Stadt vor allem von Touristen genannt wird. Hier gibt es Geschäfte und Restaurants, aber auch Palmen und grünen Rasen, die zum Ausruhen einladen. Dort kannst du dein nächstes Ziel planen. Wenn du es gerne knallbunt und kitschig magst, wirst du Chinatown lieben. Die engen Gassen beherbergen die größte chinesische Gemeinde außerhalb Asiens! Hier bekommst du exotische Speisen, Souvenirs und vieles mehr.


Shoppen kannst du auch am Ghirardelli Square, wo in den alten Backsteingebäuden einer ehemaligen Schokoladenfabrik nicht nur Schokolade, sondern auch allerlei anderes verkauft wird, oder im Einkaufszentrum New People. In diesem Kaufhaus in Japantown fühlst du dich in eine japanische Metropole versetzt, denn hier reihen sich Animé-Kino, japanische Cafés und Shops mit Kawaii-Kleidung aneinander.

Kunst & Kultur

Ein krasser Gegensatz dazu ist das Viertel Haight-Ashbury, wo viele der traumhaften viktorianischen Häuser stehen, die an amerikanische Vorabendserien erinnern. Viele dieser oft bunten, hübsch verzierten Häuser fielen leider in früheren Jahren einem der großen Erdbeben zum Opfer, die San Francisco erschüttert haben.

Willst du die vielfältige Stadt lieber von oben betrachten? Die Möglichkeit dazu hast du zum Beispiel auf dem Coit Tower, einem Aussichtsturm, der im Nordosten liegt. Auch die Zwillingsgipfel Twin Peaks im Süden bieten mit 270 m Höhe einen beachtenswerten Ausblick. Die Transamerica Pyramid ist zwar nicht zum Besteigen freigegeben, aber dennoch einen Besuch wert: Dieses Hochhaus läuft an seinem oberen Ende spitz zu, so als könne es im wahrsten Sinne des Wortes an den Wolken kratzen.
Eine weitere Sehenswürdigkeit liegt direkt an der Küste: das Hafenviertel Fisherman's Wharf. Neben vielen Geschäften, Straßenkünstlern und köstlichen Fisch- und Meeresfrüchterestaurants wartet hier auch der Pier 39 mit Fahrgeschäften und einem Aquarium. Außerdem solltest du dich nicht wundern, wenn du dort ein ungewohntes Quieken und Grunzen oder einen fischigen Geruch wahrnimmst: Seit 1989 haben sich hier mittlerweile weit über 1.000 Seelöwen auf den Bootsstegen niedergelassen und sind zu einer richtigen Attraktion geworden.


Von Fisherman's Wharf aus kannst du die berühmte Insel Alcatraz ansteuern. Bis in die 60er war dort ein Hochsicherheitsgefängnis zu finden, in dem so berüchtigte Gangster wie Al Capone untergebracht waren. Viele Teile des Gefängnisses kannst du heute besichtigen. Tipp: Zurück im Hafenviertel wartet noch der San Francisco Maritime National Historical Park. Diese Kombination aus Schifffahrtsmuseum, wissenschaftlicher Bibliothek und einer historischen Schiffsflotte ist wirklich sehenswert!

Du probierst gerne selber Dinge aus? Dann ist das Exploratorium dein Anlaufpunkt. Dieses wissenschaftliche Museum will Wissen vor allem durch interaktive Methoden vermitteln – anfassen und experimentieren erwünscht!
Du kannst dich dort zum Beispiel in völliger Dunkelheit durch ein Labyrinth tasten. Freunde klassischer Museen können im San Francisco Museum of Modern Art von Fotografie bis zu Bildhauerei zeitgenössische Kunst bestaunen und danach auf dem tollen Dachgarten einen großartigen Blick über die Skyline der Stadt genießen.

Fitness & Fun

Ein Besuch DES Wahrzeichens schlechthin, der Golden Gate Bridge, darf natürlich nicht fehlen. Miete dir doch einfach ein Fahrrad und radle über die Brücke. So kannst du jederzeit anhalten und die Aussicht genießen und tolle Fotos machen! Einen Namensvetter hat die Brücke übrigens auch: den Golden Gate Park, der sogar größer ist als der Central Park in New York! Viel Platz braucht er auch, schließlich gibt es neben wunderschönen Parkflächen und Gärten dort auch Seen, unzählige Sportmöglichkeiten, viele Museen und ein Aquarium.

Landestypische Leckereien

Nach all den Sehenswürdigkeiten brauchst du sicher eine kleine Stärkung. Im American Diner Louis' Restaurant kannst du Pommes, Burger & Co. direkt an der Küste knabbern und dabei beobachten, wie die Wellen sich am Strand brechen. Die große Vielfalt der Bewohner von San Francisco, die von Japanern über Russen bis zu Deutschen, Italienern und Indern reicht, sorgt auch kulinarisch für viele verschiedene Spezialitäten, die du über die ganze Stadt verteilt findest.
Bei dem Event „Off the Grid“ kommen zahlreiche Imbisswagen mit all diesen Leckereien an wechselnden Orten zusammen, so dass du dich kreuz und quer durchprobieren kannst. Im Hafenviertel Fisherman’s Wharf kannst du übrigens auch eine Spezialität der Stadt kosten: Krabbensuppe in „Sourdough Bread“, das heißt serviert in einem ausgehöhlten Sauerteigbrot.

Gut zu wissen

Damit du die Stadt ungetrübt von Touristenmassen und langen Warteschlagen erleben kannst, solltest du in der Nebensaison abseits des Sommers anreisen. So meidest du auch die dicken Nebelschwaden, die im Sommer oft über die Stadt ziehen. Schwimmen ist übrigens wegen der kühlen Temperaturen des Ozeans und der starken Brandung eher nicht zu empfehlen.
Nebenbei: Wenn du die Augen offen hältst, kannst du einige Orte entdecken, die dir aus Filmen bekannt sind, denn in San Francisco wurden Kassenschlager wie Hulk und Das Streben nach Glück gedreht!