Wie entstehen Luftlöcher, in die Flugzeuge manchmal geraten?

Eure Kinderfrage des Monats August
Daniel, 10 Jahre alt


Wenn du mit dem Flugzeug fliegst, wackelt es unterwegs manchmal ein bisschen. Wenn das Flugzeug in ein sogenanntes Luftloch fliegt, verliert es zum Beispiel kurzzeitig an Höhe. Das fühlt sich an, als würdest du in einer Achterbahn sitzen. Natürlich gibt es keine echten Löcher in der Luft, wie zum Beispiel in einem Stück Käse, denn Luft ist überall um uns herum. Der Begriff „Luftloch“ beschreibt eine wirklich spannende Besonderheit der Natur.

Vielleicht ist es dir im Sommer schon einmal aufgefallen: Während es im Erdgeschoss von Häusern angenehm kühl ist, ist es im obersten Stockwerk stickig und heiß. Das hat einen einfachen Grund: Kalte Luft ist schwerer als warme Luft. Sie strömt deshalb nach unten. Die leichtere warme Luft steigt dagegen nach oben.

Luft ist also ständig in Bewegung, auch in sehr großer Höhe, nämlich dort, wo Flugzeuge fliegen. Die senkrechten Luftbewegungen werden auch Auf- und Abwinde genannt. Wenn also warme Luft nach oben strömt (Aufwind), muss gleichzeitig die kalte Luft nach unten entweichen (Abwind). Fliegt ein Flugzeug durch ein Gebiet, in dem kalte und warme Luft aufeinandertreffen, dann rauscht nicht nur die kalte Luft plötzlich nach unten, auch das Flugzeug wird nach unten gedrückt.

Als Fluggast fühlt man sich dann, als würde das Flugzeug in ein (Luft-)Loch fallen. Der Pilot braucht dann nur ein wenig zu beschleunigen, und schon geht es wieder in die Höhe.