Wie entstehen Regenbögen?

Eure Kinderfrage des Monats Januar
Colin, 8 Jahre

Wenn es regnet und gleichzeitig die Sonne scheint – schaust du dann auch in den Himmel und hältst die Augen nach einem Regenbogen offen? Aber wie entstehen die hübschen, bunten „Bögen“ eigentlich? Wir erklären es dir.

Zunächst einmal: Sonnenlicht ist nicht weiß, wie es dir auf den ersten Blick vielleicht erscheint. Tatsächlich besteht es aus vielen verschiedenen Farben. Unser Gehirn nimmt diese gebündelten Farben allerdings als „weiß“ wahr. Die einzelnen Farben können wir erst dann sehen, wenn das Licht sich „bricht“.


Dies passiert zum Beispiel, wenn es auf einen Regentropfen trifft: Es tritt in den Wassertropfen ein und wird dabei zum ersten Mal gebrochen (umgelenkt). Im Tropfen wird das Licht gespiegelt und von der Außenwand des Tropfens zurückgeworfen. Wenn es dann wieder aus dem Tropfen austritt, wird es zum zweiten Mal gebrochen. Das passiert immer, wenn Licht von einem Stoff (hier z. B. Wasser) in einen anderen Stoff (hier z. B. Luft) übergeht.

Wenn das Sonnenlicht auf einen Wassertropfen trifft, wird es durch Lichtbrechung in seine Einzelteile (Farben) zerlegt. Deshalb kannst du einen Regenbogen auch immer nur dann sehen, wenn du die Sonne im Rücken und den Regen vor dir hast: Das Sonnenlicht strahlt auf den Regen vor dir, wird in den Regentropfen gespiegelt und in seine Einzelteile zerlegt zu dir zurückgeworfen.


Der Regenbogen hat immer dasselbe Farbmuster: Oben beginnt er mit Rot, dann Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett. Übrigens: Das Aussehen des Regenbogens hängt davon ab, wo du stehst. Er reicht weiter in den Himmel, je höher du stehst. Vom Flugzeug aus gesehen ist er sogar ein geschlossener Kreis – vielleicht hast du ja bei deinem nächsten Flug Glück und kannst ihn sehen!