Mit Smilo um die Welt

Peking, die Chinesische Mauer und der Weltraum

Smilo hat Lust auf ein neues Abenteuer – also ab ins Flugzeug und los geht die Reise! Mit myAustrian fliegt er nach Peking, das ist die Hauptstadt von China. Auf dem langen Flug liest Smilo viel über das Land und beschließt, sich die berühmte Chinesische Mauer anzuschauen.

Zu seinem Sitznachbarn meint er ganz aufgeregt: „Ich habe gehört, die Chinesische Mauer kann man sogar vom Mond aus sehen!“ Der nette Mann mit dem runden Gesicht lacht. „Vom Mond aus kann man die ,Große Mauer‘ nicht mehr sehen. Dafür ist sie zu weit von der Erde entfernt. Aber aus einer Raumsonde im Weltall können Astronauten bei guter Sicht die Mauer tatsächlich erkennen.“ Smilo macht große Augen. „Kann man mich auch aus dem Weltall sehen, wenn ich auf die Mauer klettere?“ „Du solltest das auf jeden Fall ausprobieren“, lacht der Mann.

Als er in Peking ankommt, ist Smilo ganz erstaunt: „Hier sieht alles so anders aus! Was sind das denn für Strichzeichnungen auf Wänden und auf Schildern?“ Eine junge Frau, die an der Ampel auf grünes Licht wartet, erklärt ihm: „Das sind Schriftzeichen. Die chinesische Sprache ist schon sehr, sehr alt. Früher hat man statt Buchstaben zu benutzen kleine Bilder gemalt. Mit der Zeit wurden sie immer mehr vereinfacht, damit man schneller schreiben konnte. Daraus sind die heutigen Schriftzeichen entstanden – früher waren sie also einmal kleine Bilder.“
Smilo findet das sehr spannend. „Wenn ich also in China zur Schule gehen würde, würde ich lernen, diese Zeichen zu malen?“ „Genau. Das ist gar nicht so leicht! Die meisten Alphabete haben zwischen 20 und 30 Buchstaben. Chinesische Schriftzeichen gibt es hingegen viele tausend! Aber keine Sorge: Das ist alles nur eine Frage der Übung“, lacht die Frau, als sie Smilos erschrockenes Gesicht sieht.

Smilo geht erst einmal in ein Restaurant, um sich für seine Erkundungen zu stärken. „Nǐhǎo“, begrüßt die Bedienung ihn. „Was heißt das denn?“, möchte Smilo wissen. „Nǐhǎo heißt Hallo auf Chinesisch“, sagt die Kellnerin. Er bestellt die chinesische Spezialität Dim Sum, kleine Teigtaschen gefüllt mit verschiedenen Leckereien, und Nudelsuppe mit den sogenannten „Mie-Nudeln“. „Hmm, das war lecker“, findet Smilo, als er das Restaurant verlässt und mit dem Taxi zur Chinesischen Mauer fährt.

„Könnt ihr mir sagen, warum die Chinesische Mauer eigentlich auch Große Mauer heißt?“ fragt Smilo neugierig eine Familie mit zwei kleinen Kindern, die ebenfalls die Mauer besichtigen. „Na, weil sie so unheimlich lang ist“, antwortet der Vater ihm. „Insgesamt ist sie viele tausend Kilometer lang und mehrere Meter hoch. Damit ist sie das größte Bauwerk der ganzen Welt und zählt zu den neuen sieben Weltwundern!“

Erstaunt erwidert Smilo: „Warum haben die Chinesen überhaupt eine so lange Mauer gebaut?“ „Sie wurde damals gebaut, um China vor Angriffen zu schützen. Heute sind aber nur noch Teilstücke der Mauer übrig geblieben“, weiß die Mutter.

„Wow! Die ist ja wirklich großartig.“ Smilo klettert auf die Mauer, schaut zum Himmel und beginnt wild zu winken. „Falls da oben Astronauten sind: Viele Grüße aus Peking!“, ruft er. Dann erkundet er die gewaltige Steinmauer.

Abends kommt er müde, aber glücklich in seinem Hotel an. Er fällt sofort ins Bett. „Das war ein toller Ausflug“, murmelt er. „Ich hoffe, die Astronauten im Weltraum haben mein Winken gesehen! Wǎn'ān. Gute Nacht…“ flüstert er noch, bevor er einschläft.