Flugbegleiter/-in

Flugbegleiter/-in

Für Sicherheit und Service

Für Menschen, die anderen gern helfen und Spaß am Fliegen haben, ist Flugbegleiter oder Flugbegleiterin ein abwechslungsreicher und interessanter Beruf. Für junge Frauen ist er neben Ärztin oder Designerin einer der beliebtesten Berufe überhaupt, und das schon seit seinen Anfängen.

Die ersten Flugbegleiter hoben nämlich schon in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts ab, fast zeitgleich mit dem Beginn der zivilen Luftfahrt. Damals lagen die Hauptaufgaben darin, ängstliche Passagiere zu beruhigen oder Kaffee zum Platz zu bringen.
Mit den Jahren ist der Beruf Flugbegleiter aber immer umfassender und beliebter geworden. Warum ihm so ein besonderer Reiz anhaftet und was alles dazu gehört, erfährst du im folgenden Artikel.

Einen Tag mal reingeschaut

Die Arbeit als Flugbegleiter wird gerne unterschätzt, denn viele Passagiere sehen darin nur die Servicearbeit während der Mahlzeiten. Der Flugbegleiter hat aber sehr viel mehr Aufgaben zu bewältigen, als manch einer weiß.
Ein Tag kann schon mal 01:30 Uhr in der Nacht beginnen - denn die Flugzeuge sind oft innerhalb unterschiedlicher Zeitzonen unterwegs. Bevor es ins Flugzeug geht, steht für jeden Flugbegleiter ein Briefing an, in dem er Informationen über die Fluggäste erhält, denn Diabetiker, Rollstuhlfahrer oder Kinder erfordern einen besonderen Service. Auch Notfallsituationen oder Neuerungen aufgrund von Erfahrungen aus anderen Flügen müssen durchgesprochen werden.

Im Flugzeug wird vor dem Boarding der Sicherheitscheck durchgeführt, wo z.B. Sauerstoffmasken, Schwimmwesten und Türen geprüft werden. Beim Boarding beginnt dann der Service für die Fluggäste. Familien mit Kindern oder Kranke werden zumeist vor allen Passagieren in Empfang genommen und betreut, das erleichtert auch den anderen Fluggästen den Einstieg ins Flugzeug. Andere möchten vielleicht gerne doch zusammensitzen und der Flugbegleiter versucht, eine Lösung zu finden. Der zweite Sicherheitscheck erfolgt dann kurz vorm Abflug. Während die eine Hälfte der Crew die Sicherheitsvorschriften durchführt, muss die andere Hälfte kontrollieren, ob alle Passagiere angeschnallt sind und das Handgepäck richtig verstaut ist.

Ist das Flugzeug einmal in der Luft, beginnen die Vorbereitungen in den Galleys für den Essens- und Getränkeservice. Auf Langstrecken gibt es dann einen Bordverkauf von zollfreien Waren. Auch die Toiletten müssen alle 15 Minuten kontrolliert werden.

Andere Crew-Mitglieder kümmern sich um einen ausreichenden Vorrat an vorbereiteten Bechern mit Saft und Wasser. Denn beim Fliegen soll man viele alkoholfreie Getränke zu sich nehmen. Einige Flugbegleiter schauen nach den Kindern, versuchen Familien bei der Fürsorge um die Kleinsten zu entlasten oder lesen ihnen vor.

Es kann auch schon mal vorkommen, dass sich Passagiere nicht so gut benehmen. Mit psychologischem Geschick und klaren Regeln müssen Flugbegleiter diese Hürde meistern.

Auch bei medizinischen Notfällen müssen Flugbegleiter einen kühlen Kopf bewahren und handeln. Es ist daher gar nicht so abwegig, dass die ersten Flugbegleiterinnen aus den 20er Jahren ausgebildete Krankenschwestern waren. Herzinfarkte oder Kreislaufzusammenbrüche müssen schnellstmöglich behandelt werden, ein Flugbegleiter muss daher auch permanent im Training bleiben, damit lebenswichtige Handgriffe in Notfällen wirklich fest sitzen.

Für die Passagiere endet die Flugreise bald wieder, sie können nach der Landung das Flugzeug verlassen. Für die Flugbegleiter geht der Arbeitstag weiter: Alleinreisende Kinder müssen vom Flugzeug zum Terminal begleitet werden, wo sie das Bodenpersonal in Empfang nimmt. Der Flieger muss nach vergessenen Gegenständen abgesucht und die Kabine und Beladung auf den nächsten Flug vorbereitet werden.

Entsprechend der Flugzeit gestaltet sich nun auch das weitere Tagesprogramm eines Flugbegleiters: Bei Kurzstreckenflügen fliegt man mit neuen Fluggästen weiter; teilweise müssen Flugbegleiter unter größter Zeitknappheit auch umsteigen, denn das nächste Flugzeug mit neuen Gästen muss pünktlich abfliegen. Bei Langstreckenflügen haben sie eine Ruhepause von etwa ein bis zwei Tagen, bevor sie wieder zurück nach Hause fliegen. Du kannst dir also sicher vorstellen, dass der Job auch seine Ecken und Kanten hat...