Kalifornien, USA

Kalifornien, USA

Nayomi F., 16 Jahre
Art der Reise: Schüleraustausch (Auslandsjahr in der 11. Klasse)
Reiseziel: Apple Valley, Kalifornien, USA
Einwohner: 70.700
Dauer: 10 Monate



Nayomi, warum wolltest du gerade nach Kalifornien?
Nayomi: Kalifornien war für mich schon immer der Inbegriff von Sommer, Strand und lockeren Menschen. Ich dachte, ich werde dort den ganzen Tag am Strand sein und vielleicht mal surfen. Im Endeffekt bin ich in die Wüste zwischen LA und Las Vegas gekommen. Das komplette Gegenteil also! Aber es war wunderbar. Wir hatten immer super Wetter, die Wüste zum Quadfahren, ein Skigebiet nur eine Stunde und LA mit dem Strand auch nur zwei Stunden entfernt.


Wie war die erste Zeit für dich in einem fremden Land?
Nayomi: Am Anfang war es total aufregend, alles war neu. Man kriegt viele neue Eindrücke, viele in der Highschool kommen zu dir und sprechen dich an (was man direkt als Chance nutzen sollte, um Freunde zu finden), das ganze Schulsystem ist anders und auch das Leben in der Familie. Schwer für mich war, dass man nichts ohne Auto erreichen konnte und ich somit ziemlich abhängig war. Aber als ich dann Freunde hatte, die ein Auto hatten oder neben uns wohnten, wurde das alles leichter.

Wie hat es dir bei deiner Gastfamilie gefallen?
Nayomi: Meine Gastfamilie war die beste, die ich mir hätte vorstellen können. Alle waren total offen, gastfreundlich und wollten mir ihr Land so nahebringen wie möglich. Ich hatte für amerikanische Verhältnisse ziemlich viele Freiheiten, durfte immer alles machen, was ich wollte. Ich hatte ein eigenes Zimmer dort. Meine Familie bestand aus Vater, Mutter, zwei Töchtern, einem Hund und einem anderen Austauschschüler, der aus Serbien kam. Allerdings haben sie am Anfang nur Fleisch gegessen und nie Obst. Das hat sich aber Gott sei Dank verändert, als sie gesehen haben, dass mein Gastbruder aus Serbien und ich eher gesündere Sachen essen, die auch schmecken.



Hast du viel mit deiner Gastfamilie gemeinsam unternommen?
Nayomi: Wir sind viel durch Kalifornien gereist mit einem riesigen Wohnmobil, das war super. Wir waren in Las Vegas, San Diego, Los Angeles, San Francisco und in kleinen Städtchen drum herum. Dort waren wir Ski fahren, am Strand, in vielen Funparks, auf vielen Festen von Familienfreunden. Meine Gastfamilie hat auch sehr gerne mal große Pool Partys bei sich zu Hause veranstaltet.


Hattest du auch mal Heimweh?
Nayomi: Ja, ich hatte auch manchmal Heimweh. Das Beste ist es, so viel wie möglich zu unternehmen mit den neuen Freunden oder der Familie und in der Schule ganz viele Kurse zu belegen wie Sport etc. Dann kann eigentlich nichts schiefgehen. Man ist viel beschäftigt und lernt dadurch seine neuen Freunde kennen. Tagebuch schreiben hat mir auch geholfen, und es ist schön, nach so einer Reise Erinnerungen zum Nachlesen zu haben. Aber Heimweh ist auch ganz normal, auf so einer Reise lernt man plötzlich die Dinge im Heimatland zu schätzen, die einem früher selbstverständlich vorkamen.




Hat sich deine Englischnote nach deinem Trip verbessert?
Nayomi: Ja, meine Note hat sich verbessert. Von einer 4-5 auf eine 2-3 schriftlich und mündlich auf eine 1. Grammatik konnte ich nie gut in der Schule und während des Auslandsaufenthalts kommt einem die Sprache praktisch zugeflogen, ohne dass man die Grammatik wirklich lernt. Man hat es danach einfach drauf, ohne nachdenken zu müssen.

Was ist für dich typisch Kalifornien?
Nayomi: Offene, gut gelaunte Menschen, super Wetter, natürlich Fastfood, verschiedenste Dekorationen zu jeder Jahreszeit in und an den Häusern, viel mexikanischer Einfluss.