Neu-Delhi

Neu-Delhi

Im neueren Teil von Delhi warten spannende Sehenswürdigkeiten wie eine gigantische Sonnenuhr sowie jede Menge indische Köstlichkeiten auf dich. Viel Spaß!



Gut zu wissen

Als Hauptstadt von Indien ist Neu-Delhi auch Sitz der Regierung sowie des Parlaments und der oberen Gerichte. Die Metropole Delhi besteht aus Old Delhi und Neu-Delhi, das erst 1911 von den britischen Kolonialherren angelegt wurde. Neu-Delhi wird oft als die „Vorzeigestadt“ Indiens bezeichnet, da im Gegensatz zu den vielen armen, schmutzigen und engen Städten des Landes hier Parks mit saftigen Wiesen und breite Alleen das Stadtbild zeichnen.

Da es in Indien tropisch heiß wird, ist die beste Reisezeit von Oktober bis April – dann kann man es dort besser aushalten. Ca. im Juli und August fallen außerdem die Monsunregen. Um günstig und schnell voranzukommen, eignet sich die Delhi Metro hervorragend, wenn sie auch in Stoßzeiten häufig sehr voll ist. Beachte bei deiner Planung, dass montags viele Sehenswürdigkeiten geschlossen haben!



Kleine Besonderheiten

Zwischen dem Connaught Place und dem Rashtrapati Bhavan (Präsidentenhaus) findest du eine von fünf Sternwarten des „Jantar Mantar“. Der Herrscher von Jaipur, Jai Singh II. (1686-1743), ließ das Freiluft-Observatorium im 18. Jahrhundert errichten, um unter anderem mithilfe der gigantischen Sonnenuhr die Zeit bewundernswert genau zu bestimmen.

Sicher hast du schon von dem mittlerweile auch bei uns immer populäreren Holifestival gehört. Ursprünglich stammt es aus Indien, wo ihm eine wichtige Bedeutung zukommt: Die Inder feiern damit den Beginn des Frühlings, ursprünglich war es einst ein Ernte- und Fruchtbarkeitsfest. Auch der Sieg des Guten über das Böse ist ein Hintergrund des Festes. Je nach Region wird zwischen zwei und zehn Tagen gefeiert, man trifft sich mit Freunden und Familie und bewirft sich gegenseitig mit Farbpulver oder gefärbtem Wasser. Durch die bunte Farbe erkennt man die Leute kaum wieder, soziale Unterschiede wie Klasse, Alter oder Geschlecht „verwischen“ für diesen einen Tag.

Kunst & Kultur

Um einen Überblick über die umfassende Geschichte und die faszinierende Kultur Indiens zu bekommen, eignet sich ein Besuch im „National Museum“ am besten. Bis zu 5.000 Jahre reichen die Ausstellungsstücke zurück. Da das Museum sehr umfangreich ist, plane genug Zeit für die verschiedenen Galerien ein!

Ein besonders prächtiges Gebäude ist Rashtrapati Bhavan, der Amtssitz des indischen Präsidenten. Schau es dir in Ruhe an und lasse es auf dich wirken. Qutb Minar, ein von Muslimen erbauter ehemaliger Tempel, wird dich mit seinem großen roten Sandsteinturm begeistern. Das Gebäude ist zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt worden.
Fast wie in Paris fühlst du dich am mächtigen India Gate, denn das bekannte Wahrzeichen von Neu-Delhi ähnelt sehr dem Arc de Triomphe in der französischen Hauptstadt. Das Tor ist gefallenen Soldaten aus mehreren Kriegen gewidmet, deren Namen als Inschriften auf dem Tor zu finden sind.

Shopping-Time

Geschäftiges Treiben, eine Grünanlage in der Mitte: Der Connaught Place, das Zentrum von Neu-Delhi, lässt einen fast vergessen, dass man sich in einer indischen Großstadt befindet. Ruhe dich auf dem Rasen aus oder schlendere ein wenig umher. Den kompletten Gegensatz zu den breiten Straßen New-Delhis bildet der Basar in Chandni Chowk im alten Teil von Delhi. Hier sind volle Straßen, enge Gassen und ein Dauerchaos aus Rikschas, Fußgängern und Autos an der Tagesordnung. Dafür erlebst du hier Indien pur: laut, bunt, voll, mit einer unglaublichen Vielfalt an Geschäften, Straßenständen und Händeln. Achtung: Nichts für empfindliche Nasen!

Landestypische Leckereien

Große Teile Indiens sind fast komplett vegetarisch; der Norden bildet hier eine Ausnahme. Du bekommst einigen Fleischgerichte mit Hühnchen, wie das bekannte Tandoori-Hühnchen, traditionell in einem Lehmofen zubereitet. Rind ist im ganzen Land tabu, da Kühe bei den Indern heilig sind. Eine Spezialität des Nordens sind Samosas, pikant gefüllte Teigtaschen. Lass dich von den köstlichen orientalisch gewürzten Speisen überraschen! Auch die Vielfalt der vegetarischen Gerichte solltest du nicht unterschätzen. Dhal (ein Gericht mit Linsen) und Paneer (Curry mit Gemüse und Frischkäse) schmecken ganz wunderbar, dazu wird meist Brot aus der Pfanne oder dem Ofen (Naan) gereicht. Papadam, dünne Linsenfladen, die frittiert oder gebacken werden, zusammen mit verschiedenen Dips, sind ebenso beliebt.

Du wirst überall in der Stadt auf mobile Garküchen treffen, die dir für wenig Geld eine leckere Mahlzeit zaubern! Zur Erfrischung werden entweder Säfte oder süße oder gesalzene Lassis, kühle Joghurtgetränke, gereicht. Die sind oft auch nötig, denn die indische Küche ist häufig scharf gewürzt.